Anleitung: Hardware-Anonymisierung

Das Internet ist zu einer finanziellen Falle geworden. Anwälte fordern, aufgrund einer dem Gericht vorgelegten Zahlenreihe (IP-Adresse), Geld von den Menschen. Egal ob sie tatsächlich eine Straftat begangen haben oder nicht. Es gibt keine Hausdurchsuchung und auch sonstige Beweise sind nicht nötig. Eine IP Adresse hat vor Gericht bestand. Und so wurden schon Rentner zur Zahlung gezwungen, obwohl sie noch nie etwas von Filesharing gehört hatten. Mehr noch, auch Menschen ohne Internetanschluss wurden schon belangt.

Schon lange habe ich deshalb ein mulmiges Gefühl, weil mir immer mehr bewusst wird, dass es jeden treffen kann. Und es kann auch mich treffen, zu jeder Zeit. Auch wenn ich unschuldig bin und mit Filesharing nichts am Hut habe, kann ich das niemals beweisen, weil alleine aufgrund einer IP-Adresse geurteilt wird. Keine Hausdurchsuchung, nichts. Die IP-Adresse steht über allem.

Die Politiker lassen die Menschen im Stich, und auch die Experten können nichts dagegen tun. Also muss man selbst etwas tun, und das bedeutet: Anonymisierung. Über einen Anonymisierungs-Dienste-Anbieter  ( HideMyAss.com [UK] oder PrivateVPN.com [SE] ), werden alle Daten über einen verschlüsselten VPN-Tunnel gesendet und empfangen, der die Daten mit einer öffentlichen SERVER-POOL-IP Adresse abruft und an Deinen Computer über den VPN-Tunnel weiterleitet. Die aktuelle tatsächliche IP-Adresse des eigenen Internetanschlusses wird somit öffentlich nicht verwendet.

Hier gibt es eine Liste der bekanntesten VPN-Anbieter: LINK 

 

Normalerweise ist eine Hardwarelösung nicht trivial, aber hier ist eine sehr einfache Lösung:

Neben dem üblichen DSL-/Kabel-Modem wird ein zusätzlicher VPN-Router benötigt der die Verschlüsselung übernimmt und sich mit einem VPN-Anbieter verbindet. An diesen zusätzlichen VPN-Router schliesst man dann alle seine Internet-Geräte (Desktop/Tablet/…) über Wifi/LAN an.

Was man benötigt:

1. VPN-Router: Asus RT-N16 N300
2. VPN-Router Firmware “Tomato” und die Config Datei für die Firmware
3. VPN Dienst: HideMyAss.com (Client 1) oder PrivateVPN.com (Client 2)

 

VORGEHENSWEISE:

 

1. Bei HideMyAss.com oder PrivateVPN.com für 1 Monat (oder das ganze Jahr) möglichst mit PayPal oder “Prepaid” Kreditkarte bestellen

2. Web-Login-Daten von HideMyAss / PrivateVPN merken, die man später für den VPN-Router (Asus) benötigt

3. WAN Anschluss des VPN-Routers (Asus) mit dem “LAN” Anschluss des DSL-/Kabel-Modem verbinden

4. Den Computer an einen der freien LAN Anschlüsse des VPN-Routers (Asus) anschliessen

5. Auf dem Computer mit einem Browser die IP: 192.168.1.1 aufrufen (Asus Konfiguration) und einloggen (admin / admin)

6. Die Firmware Datei “tomato-K26USB-1.28.1MIPSR2097-IPSec.trx” über Menüpunkt: “Administration->Upgrade” auf den VPN-Router  (Asus) übertragen

7. Nach dem Reboot des VPN-Routers (Asus) die Config-Datei “tomato_v128_mE727AA_Default.cfg” über Menüpunkt: “Administration->Configuration” auf den VPN-Router übertragen

8. im Menüpunkt “Tunneling->OpenVPN Client” des VPN-Routers (Asus) die Web-Login-Daten des VPN-Dienstes (Client 1: HideMyAss.com oder Client 2: PrivateVPN.com) in die Username/Password Felder eintragen (ohne: @ und domain). Ebenfalls hier kann man die VPN-Service Server IP ändern ( HideMyAss Servers / PrivateVPN Servers )

9. Aktiviere “Start with WAN” (Häkchen) und dann “Save” und dann “Start Now” drücken

Jetzt kann man die Webseite http://www.geoiptool.com aufrufen um die aktuelle IP anzeigen zu lassen und hier: https://www.dnsleaktest.com kannst Du einen Leak-Test durchführen.

Ich empfehle ebenfalls eine IP-Log App zu verwenden.

Mit den Logfiles hat man vor Gericht nun eine Möglichkeit darzulegen, dass man seinen Anschluss anonymisiert hat, und damit eine anwaltliche Forderung damit hinfällig oder zumindest sehr zweifelhaft ist.

 

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VPN Tunneling Beispiel (privatevpn.com):

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